Prof. Dr. Andreas Ditsche, CEO von iGaming.com, hat auf LinkedIn eine Prognose veröffentlicht, wonach das seit 2021 geltende 1-Euro-Einsatzlimit pro Spin bei Online Slots in legalen Online Spielotheken testweise angehoben werden könnte.
Nach seinen Informationen sei damit zu rechnen, dass eine Anpassung auf 5 Euro pro Spin ab dem 1. Juli 2026 erfolgen könnte. Eine Quelle dafür hat er jedoch nicht genannt.
Dennoch kommt unweigerlich die Frage auf, ob höhere Limits den bestehenden Spielerschutz schwächen oder die Kanalisierung in den legalen Markt verbessern könnten.
Der aktuelle Rahmen sorgt für Kritik
Seit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021) gilt für Online-Spielautomaten in Deutschland ein maximaler Einsatz von 1 Euro pro Spin sowie eine Mindestpause von fünf Sekunden zwischen den Spielrunden.
Ergänzt wird dieses Regelwerk durch ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro über alle lizenzierten Anbieter sowie ein vollständiges Verbot von Autoplay-Funktionen und progressiven Jackpots.
Der GlüStV 2021 sieht grundsätzlich vor, dass die GGL das Einsatzlimit an veränderte Bedingungen anpassen kann. Laut Prof. Dr. Andreas Ditsche sei dieser Moment nun gekommen. Er rechne fest damit, dass zum 01. Juli 2026 testweise das 1-Euro-Limit durch ein 5-Euro-Limit pro Spin ersetzt werden.
Seine Theorie: Die mangelhafte Kanalisierungsrate im legalen Glücksspielmarkt, die von manchen Experten auf unter 50 % geschätzt wird, könnte durch eine Anhebung des Limits pro Spin steigen. Denn höhere Einsatzlimits würden die Attraktivität des Schwarzmarktes (wo es oft gar keine Limits gibt) schmälern.
Kommt die Limit-Erhöhung? Und wenn ja, wann?
Ob die von Ditsche prognostizierte Änderung tatsächlich zum Juli 2026 kommt, ist offen. Die GGL hat betont, dass Änderungen an geltenden Einsatzlimits immer evidenzbasiert erfolgen und ein öffentliches Konsultationsverfahren durchlaufen sollen.
Die Evaluierung des GlüStV 2021 ist jedoch erst für Ende 2026 angekündigt. Sollte das Experiment wie von Prof. Dr. Andreas Ditsche vermutet durchgeführt werden, könnten sich daraus Anhaltspunkte für die künftige Regulierung des Glücksspiels in Deutschland ergeben.


