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Google will mit Stadia Videospiel-Markt revolutionieren

Stadia

Wenn es um Videospiel Geschichte geht, führt kein Weg an Konsolen vorbei. Ende der sechziger bzw. Anfang der siebziger Jahre erschien erstmals mit “Magnavox Odyssey” eine Konsole für das heimische Wohnzimmer, deren Fähigkeiten allerdings noch begrenzt waren. Beispielsweise gab es keine zusätzlichen Spiele dafür. In der Nachfolge erschienen weitere Versionen, die unter anderem auch den Spiele Klassiker “Pong” enthielten. Im Verlauf der siebziger Jahre sollten die Firmen Atari und Coleco für weitere Sprünge der sogenannten Telespiele sorgen. Seitdem hat sich viel auf dem Konsolenmarkt getan. Nintendo war schon früh auf dem Markt vertreten, später kamen Sony und Microsoft mit dazu. Diese drei Hersteller dominieren heute den Markt. Und natürlich gibt es auch Computer. Mit Google Stadia soll jetzt Konkurrenz zu den genannten Unternehmen entstehen, allerdings handelt es sich dabei nicht um eine Konsole.

Stadia für Videospiele Streaming

Was genau ist Stadia eigentlich? Es handelt sich dabei um eine Plattform, die von Google ins Leben gerufen wurde und die Spiele Streaming ermöglichen soll. Damit ist gemeint, dass Spiele eben direkt über das Internet gespielt werden und zwar von jedem beliebigen Gerät aus. Technisch gesehen passiert das heute schon mit kleineren Spielen, aber eben nicht mit großen grafischen Spielen, beispielsweise Shootern oder Rennspielen. Der Grund dafür liegt in der Rechenkraft, die benötigt wird, um solche Spiele darzustellen bzw. auszuführen. Der Computer oder die Konsole dienen mit ihren Prozessoren und Arbeitsspeichern der Verarbeitung der Spiele. Doch per Streaming wäre das gar nicht notwendig. Dann würden die Spiele auf den Servern von Google verarbeitet und nur noch an das heimische Ausgabegerät geschickt.

Das lässt sich auch einfach mit Film Plattformen vergleichen. Statt DVD-Player und physischem Datenträger können heute Filme einfach direkt aus dem Internet gestreamt werden. Die große Schwierigkeit ist bei Spielen aber, dass nicht einfach ein Film abgespielt werden, sondern die Eingabe des Spielers in Echtzeit berechnet werden muss. Dazu kommen noch sonstige Dinge, die im Spiel berechnet werden müssen. Umso mehr kommt hinzu, wenn mehrere Spieler gleichzeitig spielen wollen. Daher ist das größte Problem, das Google lösen muss, die Latenz. Wenn Spiele nur mit Ruckeln und Verzögerungen gespielt werden können, macht es natürlich nicht viel Sinn.

Die Latenz überwinden

Stadia ist insofern keine Revolution, da die Idee nicht neu ist. Schon zuvor hat es Spiele Streaming-Seiten gegeben, die allerdings nicht den großen Durchbruch feiern konnten. Der Grund liegt letztendlich in der Latenz. Damit ist die Zeit gemeint, die zwischen Eingabe und Verarbeitung liegt. Wenn ein Spieler in einem Spiel eine Taste drückt, will er natürlich eine sofortige Umsetzung. Eine geringe Latzenz im Milisekundenbereich gibt es immer. Sobald diese aber anwächst, werden Spiele im Grunde unspielbar. Das gilt vor allem für Multiplayer Spiele. Schon ab 100 Milisekunden wird es eng und man kann die Verzögerungen merklich spüren. Genau das Problem will Google aber mit neuester Technik und der bestehenden Infrastruktur umgehen.

Zum einen bringt Google auch einen eigenen Controller auf den Markt, der direkt über Wlan mit dem Server verbunden sein soll. Das soll bereits einiges bei der Eingabe einsparen. Darüber hinaus ist Google ein Internet Gigant, der ohnehin schon über eine große Serverstruktur auf der ganzen Welt verfügt. Das ist ein Vorteil, den andere Anbieter nicht haben. Ferner wird das Netz auch immer weiter ausgebaut, sodass mit der Zeit ohnehin die Verarbeitungszeiten sinken.

Was bedeutet Stadia für den Markt?

Wenn die Spiele sauber und mit geringer Latenz laufen werden, dürfte sich Stadia durchsetzen. Letztendlich hat man mit Google eine enorm starke Basis, die kaum ein anderer Anbieter in dieser Form bieten kann. Die Einfachheit dürfte entscheidend dafür sein, dass eine Streaming-Plattform sich durchsetzt. Ähnlich wie bei Netflix. Es müssen weder Konsolen noch Spiele gekauft werden, man kann einfach ins Internet gehen und sofort mit dem Spielen beginnen. Und das im Grunde von jedem beliebigen Endgerät aus. Also sowohl vom Fernseher als auch am Computer sitzend. Wenn das funktioniert, dürfte das mit dazu beitragen, dass Konsolen vielleicht in einigen Jahren oder zumindest Jahrzehnten der Vergangenheit angehören. Man darf also gespannt sein, wie es sich alles entwickeln wird.


21. März 2019 / charlie - Kategorie: Spiele News

Lara Croft ab Herbst im Browser Chrome spielbar

Browsergames

Wie sehr sich die Landschaft der Videospiele verändert, erkennt man momentan sehr stark an den Browsern. Sie sind die Schnittstelle, über die wir mit dem Internet kommunizieren. Bei den meisten Browsergames ist es bereits üblich, dass man keine Software mehr installieren muss. Man muss nicht einmal mehr eine DVD oder wie früher Diskette einlegen. Es reicht bereits, dass man die entsprechenden Seiten aufruft. Das Unternehmen Google möchte auch in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle einnehmen. Bereits jetzt kann man über den Browser des Internetriesen das Spiel From Dust spielen, ohne dafür Software installieren zu müssen. Ab Herbst soll der Titel „Lara Croft and the Guardian of Light“ dazu kommen. Wie viel und ob er überhaupt etwas kosten soll, steht bisher noch nicht fest. Jedoch soll keine Software nötig sein.

Der Titel „Lara Croft and the Guardian of Light“ stellt eine Besonderheit im Tomb Raider Universum da. In diesem Spiel sieht man Lara nicht von hinten sondern aus der Vogelperspektive – wie bei Diablo. Interessant bei diesem Titel ist auch, dass man ihn zu zweit spielen kann. Wenn es so kommt, dann wäre es ein weiterer großer Schritt, bei dem Video- und Browserspiele miteinander verschmelzen. Vor allem grafisch wird das eine Herausforderung sein, sodass langsame Verbindungen das Spiel sicher nicht mehr stemmen können. Es wird also auch eine Art Testlauf sein, beim dem Tomb Raider online die perfekte Spielvorlage bildet, um auch ein interessiertes Publikum anzulocken.


30. Juni 2012 / charlie - Kategorie: Browsergames





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