Backgammon darf in keiner gut sortierten Spielesammlung fehlen, ist es immerhin eines der ältesten Brettspiele
der Welt. Es gab Ausgrabungen, bei denen ein Spiel zu Tage gefördert wurde, das als Vorläufer Backgammons
gelten könnte und bereits über 5000 Jahre auf dem Buckel hat. Andere Spielbretter fand man über den gesamten
Orient verteilt, bis hin nach Ägypten. Eine spätere Variante wurde in Rom unter dem Namen Tabula gespielt,
was übersetzt soviel wie Tisch oder Brett bedeutet. Dies war auch die Zeit, in der sich die Spielidee in
ganz Europa verbreitete, zumindest so lange, bis die Kirche, Aufgrund von Glücksspielen, Tabula verbot.
Aus dem Jahr 1645 ist erstmals der Name Backgammon überliefert, welcher auf das Wiedereinsetzen
der Steine im Spiel selbst bezogen war. Im 18. Jahrhundert wurden schließlich feste Regeln niedergeschrieben,
die nur noch einmal einer Änderung unterzogen wurden, aber ansonsten bis heute von Bestand sind.
Backgammon
Spiel-Prinzip
Das Spielbrett besteht aus vier Quadranten, die jeweils in sechs Zungen aufgeteilt sind. Auf diesen werden
im Spiel die schwarzen und weißen Steine bewegt. Die Zungen sind durchnummeriert und auf allen werden nach
einer bestimmten Regel die Steine zu Anfang hingelegt. Eine Quadrant des Brettes gehört dem ersten Spieler,
das gegenüber davon seinem Gegner. Ziel ist es nun alle seine Steine von der gegnerischen Seite, über die
zweite Hälfte des Spielbretts, in sein eigenes Viertel zu tragen. Pro Runde stehen dafür zwei Würfel zur
Verfügung, die man jeweils für zwei separate Züge mit einem Stein hintereinander nutzen kann.
Die bewegten Steine dürfen dabei nur auf Zungen landen, auf denen kein gegnerischer Stein liegt. Liegt
allerdings ein einzelner gegnerischer Stein auf der Zunge, wird dieser geschlagen und zunächst aus dem
Spiel genommen. Der nachfolgende Wurf des Gegners muss nun dafür benutzt werden, um den eben geschlagenen
Stein, ab der ersten Zunge, zurück ins Spiel zu bringen. Liegen irgendwann alle Spielsteine in der eigenen
Hälfte, dem Home-Board, beginnt das Auswürfeln. Hierbei müssen die Steine mit einer genauen Augenzahl
aus dem Spielbrett gewürfelt werden.
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