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Disney entfernt Spiele von Steam und GOG

Chuck Travis Chuck Travis
Stop Killing Games

Spieler zeigen sich zunehmend besorgt um ihre Spiele-Bibliotheken. So praktisch es auch ist, dass Spiele heutzutage online verfügbar sind, so gefährlich ist es auch, da Publisher jederzeit den Stecker ziehen können. Das passiert auch tatsächlich, wie jetzt einmal mehr durch Disney gezeigt wurde.

Disney hat eine ganze Reihe von Spielen entfernt, unter anderem “Alice im Wunderland” und “Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt”. Aber auch andere Publisher gehen diesen Weg, wie das Beispiel “Star Trek: Resurgence” zeigt. Die Spiele können derzeit nicht neu gekauft werden.

Nicht nur Disney entfernt Spiele

Welche Gründe tatsächlich dahinter stecken, kann nur gemutmaßt werden. Aber es verschwinden Spiele von Plattformen wie GOG oder Steam. Und zuletzt ist es sehr oft bei Titeln passiert, die zu Disney gehören.

Jetzt hat es eine ganze Reihe von Spielen getroffen. Dazu gehören High School Musical 3, Merida, Bolt – Ein Hund für alle Fälle, Disney´s Treasure Planet, Alice im Wunderland, Chicken Little, Rapunzel, G-Force, Disney Universe, Disney Princess: My Fairytale Adventure, Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt, Planet der Affen: Last Frontier, Star Wars Rebellion, Star Wars: Dark Forces (1995) und Outlaws + A Handful of Missions.

Bereits im Januar hatte Disney schon viele Spiele delisted, wie es offiziell heißt. Dazu gehören unter anderem Disney Fairies: Tinker Bell´s Adventure, Hercules, Winnie Puuh, Findet Nemo und Toy Story Mania. Andere Spiele wie beispielsweise Dreamlight Valley sind aber noch verfügbar.

Nicht nur der Mäusekonzern entfernt Spiele. So verschwand jetzt von Steam der Titel “Star Trek: Resurgence” von Entwickler Dramatic Labs. Rechteinhaber ist hier Paramount. Vermutet wird, dass Lizenzen auslaufen und daher Spiele nicht mehr verkauft werden.

Die gute Nachricht ist aber, dass die Spiele auch weiterhin gespielt werden können, wenn man sie bereits besitzt. Wer sie also in seiner Spiele-Bibliothek hat, kann sie auch weiterhin installieren und spielen. Dennoch wirft das Entfernen von Spielen viele Fragen auf.

Wem gehört ein Spiel?

Eigentlich sollten solche Spiele kein Glücksspiel sein, wie man es in den Casinos mit 1 Euro Einzahlung spielen kann. Sicherheit sollte an oberster Stelle stehen, doch tatsächlich ist Kaufen in diesen Fällen nicht gleich Kaufen.

Gekauft wird nämlich streng genommen nicht das Spiel, sondern eine Art Nutzungsrecht. In den meisten Verträgen steht auch, dass dieses widerrufen werden kann. Für Spieler heißt es also: Die vielen hundert Spiele in den Bibliotheken könnten theoretisch jederzeit verschwinden.

Entsprechend gibt es in den letzten Jahren immer mehr Bemühungen, gegen diese Praktiken vorzugehen. Die Initiative “Stop Killing Games” will dagegen etwas unternehmen und war dafür sogar schon vor dem Europäischen Parlament.

Es gibt zwei Grundforderungen: Spiele müssen nach dem Ende des offiziellen Supports frei zugänglich sein, damit Spieler selbst Server aufsetzen können. Zudem muss sich das Recht dahingehend ändern, dass man mit dem Kauf eine Art Eigentum erwirbt und nicht nur die Nutzungsrechte.

Wer sich mehr mit der Initiative beschäftigen möchte, kann auf der Webseite von Stop Killing Games alle entsprechenden Informationen finden und auch der Kampagne beitreten. Es zeigt sich, dass es ein politisches Thema ist, das auch entsprechend angegangen werden muss.