Die spanische Glücksspielbehörde (DGOJ) hat die Krypto-Wettplattformen Polymarket und Kalshi gesperrt, weil sie über keine Glücksspiel-Lizenz verfügen und mit ihrem Angebot auch nicht lizenzierungsfähig wären.
Ein Verfahren gegen die Betreiber wurde eingeleitet und die Websites für spanische Nutzer gesperrt. Wäre diese Konsequenz auch in Deutschland der richtige Weg?
Websites für mindestens 3 bis 4 Monate offline
Nachdem die spanischen Behörden daran gescheitert seien, die Hintermänner von Polymarket und Kalshi zu kontaktieren, habe man drastische Maßnahmen ergriffen und die Websites für Nutzer aus Spanien komplett gesperrt.
Ein ordentliches Verfahren dürfte 3 bis 4 Monate dauern. Doch statt erst dann zu reagieren und bis dahin weiterhin die Seiten erreichbar zu lassen, hat sich Spanien dazu entschieden, direkt den Zugriff zu blockieren.
Damit macht Spanien dort weiter, wo andere Länder wie Polen oder Frankreich schon begonnen haben. Sollten immer mehr EU-Staaten Verbote aussprechen, könnte es auch eines Tages eine unionsrechtliche Regelung geben.
Und was ist in Deutschland?
Es besteht kein Zweifel daran, dass Wetten mit Kryptowährungen in Deutschland illegal sind. Erlaubt sind nur Sportwetten und Online Glücksspiele mit gültiger Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).
Polymarket und Kalshi versuchen eine Grauzone auszunutzen, indem sie sich nicht als Wettanbieter, sondern als „Prognosemärkte“ bezeichnen. Zudem gehen die Anbieter praktisch nicht gegen Insider-Geschäfte vor, die auf der Plattform regelmäßig abgewickelt werden.
Immerhin: Inzwischen nimmt Polymarket offiziell keine Wetteinsätze mehr aus Deutschland an. Allerdings können Nutzer dies technisch umgehen, indem sie ihren Standort manipulieren.
Eine Abschaltung des Zugriffs aus Deutschland wäre also nur ein erster kleiner Schritt, aber eben einer mit Signalwirkung.


