Nachdem die Malta Gaming Authority (MGA) bereits am 17. März 2026 öffentlich erklärt hat, dass es zu einem Sicherheitsproblem in der IT gekommen sei, ist inzwischen auch bekannt, wer hinter dem Hacker-Angriff steckt.
Lilith Wittmann, eine Berliner Softwareentwicklerin und Sicherheitsaktivistin sowie Mitglied des Chaos Computer Club, bekannte sich am 20. März öffentlich auf X zu dem Angriff.
Wittmann unterstellt Verbindungen zur organisierten Kriminalität
Wittmann behauptet, über Material zu verfügen, das Verbindungen zwischen der maltesischen Regulierungsbehörde und Strukturen der organisierten Kriminalität im maltesischen Glücksspielsektor beweisen könne.
Belege für diese Anschuldigung legte sie öffentlich zunächst nicht vor. Die erbeuteten Daten seien nach ihren Angaben aber bereits an Medienpartner und Behörden weitergegeben worden.
Sie drohte zudem damit, dass sie im Falle einer Strafverfolgung durch maltesische Behörden, alle ihr vorliegenden Daten veröffentlichen würde.
Vorwürfe sind nicht neu, MGA weicht aus
Der Vorwurf, dass die MGA Verbindungen zur organisierten Kriminalität haben könnte, ist nicht der erste dieser Art. Unter anderem haben italienische Staatsanwälte Malta bereits wiederholt als Knotenpunkt in grenzüberschreitenden Zusammenschlüssen mit Verbindungen zur organisierten Kriminalität identifiziert.
Besondere Aufmerksamkeit erlangte der Fall durch den früheren MGA-CEO Heathcliff Farrugia, der vertrauliche Compliance-Informationen an den Casinobetreiber Yorgen Fenech weitergegeben hatte. Fenech wurde später als Verdächtiger im Mordfall der Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia verhaftet.
Die MGA verurteilte das Vorgehen erwartungsgemäß scharf. Ein solches Verhalten sei inakzeptabel und mit einem rechtmäßigen Umgang mit öffentlichen Institutionen nicht vereinbar. Die gegen sie erhobenen Vorwürfe seien unbegründet.


