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Spiele beim Independent Games Festival 2014 ausgezeichnet

Charalabos Tsilimekis

Wer den Spielemarkt bezüglich der Langeweile kritisiert und dabei nur den Mainstream im Auge hat, der schaut an der Sache vorbei. Ein guter Beweis dafür ist das Independent Games Festival, das jährlich Preise an unabhängige Produktionen vergibt. Hier werden Independet Spiele ausgezeichnet, die alles andere als gewöhnlich sind. In diesem Marktsegment kann man eben noch sehr kreativ sein, was die Entwickler auch voll und ganz ausnutzen. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr vor allem das Spiel “Papers, please“, das ganz und gar keine leichte Kost ist. Denn hier schlüpft der Spieler in die Rolle eines Grenzbeamten, der Papiere ausstellen kann oder eben nicht. Was zunächst zynisch klingt, bringt den Spieler in eine Situation, die moralisch gar nicht so einfach sein kann. Das Spielen bleibt auf jeden Fall in Erinnerung.

Sehr viel Eindruck hat auch das Spiel “The Stanley Parable“, das längst nicht mehr so unbekannt ist. Hierbei übernimmt man die Rolle des Büroangestellten Stanley, der normalerweise einen ziemlich langweiligen Spielalltag hat. Doch in diesem Spiel ist nichts, wie es scheint und das Drücken von Knöpfen kein Alltag mehr. Das Spiel konnte vor allem das Publikum des Festivals überzeugen.
Das Spiel “Gorogoa” konnte den visuellen Preis gewinnen. Das Spiel sieht aber nicht nur gut aus, denn die visuellen Aspekte sind äußerst wichtig, um die Rätsel lösen zu können. Was sich bei diesem und allen anderen Independent Spiele zeigt, ist, dass ein Blick fast immer lohnt. Kreativität findet man vor allem in diesem Bereich.