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Franz Kafka als Vorlage für Point-and-Click-Adventure

Charalabos Tsilimekis

Womöglich hat der ein oder andere früher Franz Kafka im Deutschunterricht durchgenommen und kann in der Folge nicht viel mit dem Namen oder dessen Werke anfangen. In diesem Fall ist die Schuld wohl beim Unterricht und weniger bei Kafka zu suchen, der vollkommen zurecht dem Kanon der Weltliteratur zugesprochen wird. Nicht zuletzt aufgrund seiner einzigartigen Art, die vollkommen zurecht den Begriff “kafkaesk” hervorgebracht hat. Damit wird meist etwas Düsteres und Surreales beschrieben. Nun konnte Kafka vielleicht nicht jeden im Deutschunterricht erreichen, möglicherweise hat aber das Videospiel zum Thema größere Chancen. Mit The Franz Kafka Videogame hat sich ein Entwickler hat die literarische Größe herangewagt. Herausgekommen ist ein ungefähr 4-stündiges Point-and-Click-Adventure.

Die Frage ist womöglich, ob eher Literaturprofessoren oder eingefleischte Spieler etwas mit diesem Titel anfangen können. Die Antwort ist wohl an anderer Stelle suchen: Wer Point-and-Click-Rätsel mag und dabei etwas Surrealismus nicht abgeneigt ist, der wird hier wohl seinen Spaß haben. Anfang April 2017 wird das Spiel von Daedalic herausgebracht und soll um die 10€ kosten.
In dem Spiel übernimmt man die Rolle des “K”, der eine Reise antritt und dabei über viele Merkwürdigkeiten in der Welt stoßen wird. Ein Inventar gibt es nicht, letztendlich geht es um Rätsel, die in eine schöne und einzigartige Grafik eingebettet worden sind. Wer noch kein Fan von Kafka ist, wird es damit vermutlich auch nicht werden. Aber vielleicht können ja ein paar Kafka Fans so den Zugang zu Videospielen finden.