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Ohne Konsole loslegen: Cloud Gaming auf dem Vormarsch


22. November 2019 / charlie
Google Stadia

Bei Betrachtung eines größeren Zeitrahmens der Menschheitsgeschichte ist das Feld der Videospiele natürlich noch sehr jung. Allerdings auch nicht wesentlich jünger als beispielsweise das Fernsehen. Und in jüngerer Betrachtung hat die Geschichte der Videospiele doch schon einiges aus den zurückliegenden fünf Jahrzehnten zu erzählen. Interessant dabei ist, dass sich im Kern nicht viel in den Jahrzehnten geändert hat. Ob nun Pong Anfang der siebziger Jahre oder hochauflösende Shooter der Neuzeit, die über das Internet gespielt werden. Gemeinsam ist diesen Ansätzen, dass es darum geht, dass Spieler spielen und somit Spaß haben können. Doch technisch hat sich natürlich in der langen Zeit schon einiges getan. Eine der neuesten Entwicklungen, die bahnbrechendes Potenzial hat: Cloud Gaming. Spieler brauchen also keine Konsolen oder Computer mehr, um spielen zu können. Big Player wie Google, Microsoft und Amazon sind an der Sache dran.

Was ist Cloud Gaming?

Cloud Gaming klingt nach einem schönen Wort, hinter dem sich aber eigentlich eine relativ einfache Sache verbirgt. Mit Clouds sind im Grunde Server gemeint, die bei den großen Anbietern stehen. Clouds sind heute keine unbekannte Sache mehr. Jeder, der Daten auch online abspeichert, macht das in einer sogenannten Cloud. Die werden von vielen Anbietern angeboten, eben auch Google, Microsoft oder auch Amazon. Cloud Gaming besagt jetzt, dass die Spiele nicht mehr zu Hause auf der heimischen Konsole oder dem Computer liegen müssen, sondern in der Cloud. Das sorgt für einige Änderungen zu den bisherigen Modellen.

Ein Computer, oder auch eine Konsole (die letztendlich auch eine Art Computer ist), ist deshalb notwendig, um Spiele überhaupt spielen zu können. Die vom Spieler eingebenen Daten müssen verarbeitet und dargestellt werden, wofür Arbeitsspeicher, Grafikkarten, Soundkarten und Festplatten ins Spiel kommen. Je höher die Anforderungen des Spiels, desto besser muss ein Computer sein. In Zukunft sollen aber Computer oder Konsolen zu Hause nicht mehr benötigt werden. Doch wie kann das funktionieren?

Im Grunde müssen Spiele auch immer noch verarbeitet werden, doch das soll in Zukunft eben in den Clouds geschehen. Oder um es anders auszudrücken: Der Weg zwischen Controller und Computer wird einfach größer. Der Spieler kann in Zukunft einfach am Fernseher spielen, so wie er heute Videos im Internet anschaut. Über einen Controller werden Eingaben gemacht, die dann an die Cloud gesendet und dort verarbeitet werden. Die Daten kommen dann verarbeitet zurück, sodass eben Spielen per Stream möglich wird. Vergleiche werden herangezogen, in dem solche Konzepte auch mit Netflix für Spiele bezeichnet werden.

Die verschiedenen Anbieter

Cloud Gaming ist im Grunde nicht ganz neu. Auch heute können Spieler schon im Internet spielen, allerdings eben nur kleinere Spieler. Für alles, was etwas höhere Anforderungen hat, braucht es eben den eigenen Computer oder eine Konsole. Cloud Gaming Ideen gab es schon früher, aber oftmals stand die Machbarkeit in Frage. Es verwundert daher nicht, dass die realistischsten Lösungen jetzt von den ganz großen Namen kommen. Das sind aktuell Google, Microsoft und auch Amazon. Während Amazons Cloud Gaming derzeit eher noch etwas Unkonkretes darstellt, hat Microsoft bereits angekündigt, dass man mit xCloud Anfang 2020 an den Start gehen will. Die größten Wellen hat aber bisher Google mit dem Angebot Stadia geschlagen.

Es macht durchaus Sinn, dass hinter Stadia ein großer Spieler am Markt wie Google steckt, da eben große Rechenleistungen notwendig sind. Die hat Google ohne Frage zu bieten. Stadia soll in Zukunft über verschiedene Abo-Modelle verfügen, wie man sie auch von normalen Filmstreaming Portalen kennt. Rund 9,99€ soll der Zugang kosten. Darüber hinaus soll es aber auch eine kostenfreie Variante geben. Die mit Kosten verbundene Lösung heißt nicht, dass die Spiele nicht teilweise trotzdem gekauft werden müssen.

Wichtig ist, dass es ganz ohne Hardware nicht gehen wird. Der Stadia Controller für rund 70€ kann zum Spielen genutzt werden. Manche Fernseher brauchen womöglich Chromecast Ultra, um funktionieren zu können. Google Stadia kann bereits getestet werden und die ersten Stimmen sind gemischt bis positiv. Das Konzept hat auf jeden Fall Zukunft, aber es zeigt sich eben, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass so hohe Datenmengen ohne Latenz verschickt und empfangen werden können. Das ist nämlich eines der größten Probleme: Spielen macht wenig Sinn, wenn zwischen Eingabe auf dem Controller und Ausführung auf dem Fernseher erst einige Momente vergehen müssen. Das wird letztendlich aber auch immer von der eigenen Internet Verbindung abhängen.

Hohe Anforderungen

Ein großes Thema im Zusammenhang mit Streaming besteht in den Datenmengen. Das ist eigentlich auch das Kernthema und die Problematik. Spiele müssen berechnet werden, da sie ja nicht wie Filme voraufgezeichnet sein können. Der Spieler macht jede Sekunde mehrere Eingaben, die verarbeitet werden wollen. Hochauflösende Grafiken aber erfordern viel Rechenkraft, die dann halt auch über das Internet geschickt werden muss. Cloud Gaming wird so viel mehr Datenvolumen benötigen als beispielsweise das Schauen von Filmen. Notwendig werden entsprechend gute Internet Verbindungen, die teilweise aber auch noch nicht vorhanden sind. Der Umweltaspekt für die vielen Daten kommt auch noch hinzu. Das sind aber sicherlich alles Aspekte, die in Zukunft noch zur Genüge diskutiert werden.







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